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Ruhrsummit 2017

Diese Woche war ich für und mit dem Reflecta Netzwerk unterwegs. Dafür verließ ich mein gemütliches Home Office und fuhr zum Impactsummit, der Teil des Ruhrsummits ist, in Dortmund, um dort Leute zu treffen, interessanten Präsentationen zuzuhören und aufregende Pitches zu erleben.

Business

Der gesamte Donnerstag war vollgepackt mit Veranstaltungen: von der Willkommensrede am Morgen bis zur Rooftop-Party am Abend. Deshalb was es leider nicht möglich, alle Events zu besuchen und meine Eindrücke vom Ruhrsummit bestehen nur aus einer kleinen Menge aller angebotenen Ereignisse des Tages. 


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Das erste Event, das wir am Donnerstag besuchten, war der Pitch Wettbewerb für Social-Startups. Die Aufregung der Teilnehmer und die Begeisterung für ihre Projekte war ansteckend und hat mich nicht nur munter gemacht, sondern auch auf den Rest der Veranstaltung eingestimmt. Die Startups, die wir sahen, hatten einen Schwerpunkt auf die Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen mit sozialem Mehrwert, die häufig nicht technischer Natur waren. Ein Produkt jedoch, das ich als eine Art medizinischen Roboter beschreiben würde, wurde vom Startup ichó präsentiert und hat mich beeindruckt. Das Produkt ist eine programmierbare Kugel, die sich als vorteilhaft begleitend zur Behandlung von Alzheimer-, aber auch von depressiven Patienten gezeigt hat. Die weiße Kugel ist mit Lichteffekten und Lautsprechern ausgestattet und kann auf verschiedene Arten von Input wie Berührung und Geräusche reagieren. Obwohl es bereits eine Menge Apps für Smartphones und Tablets gibt, die sich an Alzheimer-Patienten richten, hat die Mehrheit der Patienten keine Verbindung zu diesen Geräten. Ich kann mir gut vorstellen, dass solche fremden Geräte nicht in der Lage sind, Vertrautheit und Wohlbefinden in einer Person hervorzurufen, die den größten Teil ihres Lebens ohne diese Geräte verbracht hat. Dies sei auch die Motivation für ichó gewesen, ein Therapieobjekt zu kreieren, das dem Patienten weniger fremd ist. Das Produkt gehört nicht nur auf Grund seines Anwendungsgebiets zu einer meiner Favoriten, sondern auch, weil es mich als Informatikerin dazu anregt, über den Tellerrand zu schauen. Manchmal ist die typische Webanwendung oder die App für Smartphones und Tablets einfach nicht das Richtige. Manchmal ist es einfach besser, sich einer unkonventionelleren Plattform zu bedienen. Ichó haben es geschafft, sich nicht von dem überfluteten Markt für mobile Apps beeindrucken zu lassen und stattdessen etwas ganz Neues entwickelt. Etwas Neues, das sich auf vielfältigere und direktere Weise anwenden lässt als eine App. In ihrem Pitch gaben ichó an, dass ihre Kugel programmierbar sei und sie deshalb unter anderem für das Erzählen von bestimmten Geschichten eingesetzt werden kann und die Interaktion mit dem Gerät fördert. Die Reaktionen der Kugel auf Bewegung, Berührung und Geräusche soll dem Patient auch helfen, sich besser auf die momentane Situation und Umgebung zu konzentriere.

Danke also an ichó für die Erinnerung, dass es mehr gibt als nur Appprogrammierung.

Aber nun genug von neuen innovativen Ideen und zurück zu den Klassikern: die erste Präsentation am Donnerstag kam mit Facebook von einem der etablierten Softwaregiganten. Fokus der Präsentation war Instagram (das mittlerweile von Facebook aufgekauft wurde) und neue Funktionen für die beliebte Fotoplattform. Da mehr als 50% aller Instagram-User den Dienst als Quelle für Shopping- und Styleinspiration nutzen, will Instagram seine Funktionen noch besser auf diesen Anwendungsbereich zuschneiden und Shopping über Instagram in Zukunft noch mehr vereinfachen. Es ist wirklich schwierig, nicht zumindest beeindruckt zu sein von der Werbe- und Marketingmaschine Facebook. Ich bezweifle nicht, dass diese zusätzliche Shoppingunterstützung von Instagram die sowieso schon hohen Einnahmen um eine ordentliche Summe erhöhen wird. Natürlich ist es kein Geheimnis, dass Facebook beispielhaft die Bedürfnisse seiner Zielgruppen erkennt und erfüllt, aber es verblüfft mich doch immer wieder. 

Nächstes Event: Web Summit 2017

Die Kombination aus sozialem Networking, leidenschaftlichen Präsentationen und Startup Pitches hat die Vorfreude auf den Websummit in Lissabon - zudem dass wir mit dem gesamten zauberware-Team im November besuchen werden - noch mehr gesteigert und ich kann es gar nicht mehr erwarten, dass es endlich losgeht.

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