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Wie misst man den Erfolg eines Produktes?

5 einfache Metriken für eine erfolgreiche Produktentwicklung

Business


Jeder Produktentwickler sollte sich die Frage stellen, ob ein Produkt gut bei den Kunden ankommt und sie es letztendlich weiterempfehlen würden.

Oft wird der Fehler gemacht, dass nur der Gewinn oder Umsatz als Indikator für ein gutes oder schlechtes Produkt genommen wird. Natürlich ist diese Kennzahl wichtig, um den allgemeinen Zustand des Unternehmens aufzuzeigen, aber für die Produktentwicklung selbst ist diese Zahl eher uninteressant.

Es gibt viel wichtigere Informationen, die etwas über den Erfolg eines Produktes aussagen. Denn löst am Ende ein Produkt erfolgreich die Probleme der Nutzer, dann steigt auch die Kundenzufriedenheit und hat direkten Einfluss auf den Umsatz bzw. Gewinn.

Indikatoren zu entwickeln und zu messen, die wirklich etwas über die Produktqualität und Beliebtheit aussagen, ist keine leichte Sache. Häufige Probleme sind, dass es zu wenig Daten gibt, falsche Werte gemessen oder falsche Schlussfolgerungen gezogen werden.

Inspiriert von Todd Olsons Präsentation und eigenen Erfahrungen in unserem Unternehmen, möchte ich euch zeigen wie und was ihr bei eurem Produkt messen solltet.

Anzahl der aktiven Nutzer

Eine sehr einfache Kennzahl ist die Anzahl der Personen, die euer Produkt benutzt.

Je nach Geschäftszielen oder Produkttyp sollte man diese Kennzahl noch weiter aufteilen in:

  • Gesamtanzahl der Nutzer
  • Anzahl aktiver Nutzer
  • (Anzahl sehr aktiver Nutzer)
  • ...

Man sollte sich für jede dieser Zahlen Ziele setzen und diese über einen längeren Zeitraum überwachen und dokumentieren. Z.B. könnte ein Statusbericht über die Anzahl aktiver Nutzer pro Monat folgendermaßen aussehen:



Die Grenzen, ab wann etwas den Status “Sehr gut”, “Optimierungsbedarf” oder “Risiko” erhält, sollte in regelmäßigen Abständen an die Gesamtanzahl der Benutzer angepasst werden.

Wachstumsrate

Mit der Gesamtanzahl der Nutzer lässt sich zusätzlich auch die Wachstumsrate berechnen. Eine Kennzahl, die auch für Investoren interessant ist. Es gilt herauszufinden, was eine gesunde Wachstumsrate für sein Produkt ist. Verschiedene Quellen indizieren, dass diese etwa zwischen 5-7% pro Woche liegt.

Ein Statusbericht über die Wachstumsrate könnte folgendermaßen aussehen:


Häufigkeit der Benutzung

Neben den absoluten Zahlen der Benutzung ist die Häufigkeit und Dauer der Benutzung ebenso von Interesse. 

Bei einem Produkt mit einem Benutzerkonto lässt sich zumindest die Häufigkeit der Benutzung einfach durch die Anzahl der Logins abbilden.

Dabei muss man natürlich beachten, dass man seine Nutzergruppen noch einmal in Segmente aufteilt. Denn nicht für jedes Segment bedeutet z.B. eine geringe Anzahl an Logins etwas Schlechtes. Dies gilt es für sein Produkt individuell herauszufinden.

Ein Statusbericht über die Häufigkeit der Benutzung für ein Segment könnte so aussehen:


Anwendungstiefe

Das ewige Leid der Produktentwicklung: Braucht jemand dieses Feature? Nutzt das überhaupt jemand? Versteht der Nutzer wie er es benutzen kann?

Ein einfacher Weg herauszufinden, welche Funktionen in einem Produkt benutzt werden ist, es zu messen.

Als erstes sollte man sich maximal fünf Funktionen der Applikation vornehmen. Diese Funktionen sollten die Kernfunktionen der App sein, wegen denen der Nutzer regelmäßig zu der Anwendung zurück kehrt.

Ein Bericht über die Anwendungstiefe könnte folgendermaßen aussehen:



Die gesammelten Informationen hier lassen sich natürlich in verschiedenen Arten anzeigen. Folgende Fragen stellen wir uns häufig bei unseren Produkten:

  • Wie viel Prozent der Benutzer hat alle Kernfunktionen benutzt?
  • Wie viel Nutzer haben die neue Funktion X benutzt?

Erreichen von Zielen

In jedem Produkt gibt es einige Ziele, die der Nutzer erreichen soll. Bei so gut wie jedem Produkt ist ein Ziel die Registrierung. Eine Registrierung klingt erstmal leichter als sie ist, denn auf dem Weg zu einem Nutzerkonto es gibt viele Hürden, an denen der Nutzer scheitern kann. Es gilt diese Hürden zu identifizieren und auszumerzen.

Ein Statusbericht über die Effizienz der Registrierung könnte folgendermaßen aussehen:



Bei unserer mobilen App Lenzio, ein persönlicher Finanzassistent, besitzt die Registrierung so einige Hürden. Wir haben uns als Ziel festgelegt, dass eine fertige abgeschlossene Registrierung auch die Anbindung des Bankkontos beinhaltet. Folgende Schritte haben wir auf dem Weg zum Ziel herausgefunden:

  1. Registrierung gestartet
  2. Angabe von Name, E-Mail und Passwort
  3. Akzeptieren von AGB und Datenschutz
  4. Anbindung Bankkonto

Für uns sehr interessant zu sehen ist, wie viel Prozent der Nutzer es bis zum letzten Schritt geschafft haben.


Wie man an diesen Werten gut sehen kann, gibt es Probleme beim letzten Schritt: “Anbindung des Bankkontos”. Bei solchen Zahlen ist es wichtig nicht frustriert zu werden, sondern sich stattdessen zu freuen, dass man mithilfe seiner Metriken genau herausgefunden hat, woran das Erreichen des Ziels gescheitert ist. Im nächsten Schritt lässt sich mit Usability-Tests, Benutzerinterviews, Konzept und UX Verbesserungen herausfinden, wie sich die Hürde beseitigen lässt.

Zufriedenheit der Benutzer

Neben der Benutzbarkeit des Produktes ist auch die Zufriedenheit des Kunden einer der Hauptfaktoren, ob ein Produkt erfolgreich wird oder nicht. Wenn ein Kunde nicht bereit ist, das Produkt weiterzuempfehlen, ist das Produkt auch leider kein Erfolg und wird sich nur schwer am Markt behaupten können.

Es wird oft vom NPS (Net Promoter Score) gesprochen, wenn es um das Messen von Unternehmenserfolg geht. Dabei sollte man seine Daten gegen Erfahrungen aus der jeweiligen Branche validieren. Denn nicht in jeder Branche empfehlen die Benutzer gleich gerne ein Produkt.

Die Kundenzufriedenheit eindeutig und in gleichbleibender Qualität zu messen ist keine einfache Sache. Vor allem für kleine Unternehmen und Start-Ups ist es schwierig, an ordentliche Daten zu kommen.

Fazit

Korrektes Messen von Metriken ist kein leichtes Unterfangen und Fehler sind schnell gemacht. Der wichtigste Schritt Richtung erfolgreiche Produktentwicklung ist allerdings überhaupt erst mit dem Messen anzufangen und dann die Ergebnisse in die Produktentwicklung einfließen zu lassen.

Die genannten Punkte sollen euch bei beim Erstellen eurer Metriken helfen. Nicht alle treffen für euer Produkt zu, aber ich hoffe es gibt euch einen guten Start.

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